Welcher Grill passt zu mir?

Grills gibt es in den drei grundsätzlichen Varianten Gas, Kohle und Elektro sowie in verschiedensten Größen und Bauarten. Damit unterscheiden sich die Preise einzelner Grills deutlich voneinander, weshalb die erste Frage vor dem Kauf lautet: Wie teuer darf der Grill sein? Dann oder auch zeitgleich geht es um die Entscheidung zwischen Kohle-, Gas- oder Elektrogrill.

Was darf der Grill kosten?

Diese Frage ist deshalb gleich am Anfang so wichtig, weil Interessenten, die sich mit mehreren Grilltypen beschäftigen, sehr schnell daran viel Freude finden. Damit steigen auch die Begehrlichkeiten. Häufig wird dann eine Nummer größer gewählt, doch das kann für die eigenen Grillgewohnheiten unpraktisch sein. Außerdem gehört zum Grill noch allerlei Zubehör, das extra kostet. Wichtig zu wissen: Die Preisgrenzen sind nach oben relativ offen. Keramikgrills können 1.500 Euro, Luxusgrills ab 5.000 Euro und in der Variante als Highend-Gasgrill sogar über 10.000 Euro kosten. Dem stehen wirklich preisgünstige Varianten gegenüber, die auch langjährig viel Freude machen. Daher ist die Preisfestsetzung vor dem Kauf das Gebot der Stunde.

Kohle-, Gas- oder Elektrogrill?

Die Art des Grills ist keine Preisfrage, sondern hängt von der eigenen Grillphilosophie ab. Holzkohlegriller setzen auf Tradition und die Aromen verschiedener Hölzer, während Gas- und Elektrogriller auf gesundheitliche Vorteile ihrer jeweiligen Variante und auch auf den damit verbundenen Komfort schwören. Immerhin sind Gas- und Elektrogrills auf Knopfdruck einsatzbereit, die Steaks sind auch sofort durch. Der Holzkohlegrill muss erst einmal auf Temperatur kommen. Über den Rauch des Holzes beschweren sich manchmal die Nachbarn, während sie gegen den Duft des Grillguts auf dem Gas- oder Elektrogrill selten etwas haben.

Letzterer eignet sich auch für Innenräume und auf jeden Fall für den Balkon, wo man bestenfalls außerdem mit Gas, aber kaum jemals mit Holz grillen kann, denn damit wäre der Ärger vorprogrammiert. Dennoch halten sich die Holzkohlegrills aus guten Gründen, denn bei einer richtigen Grillparty soll es rauchen, auch soll das Gegrillte ein wenig nach Holz schmecken, wozu es ja diverse Holzarten gibt. Gas- und Elektrogrills können überdies im unteren Preissegment manchmal störanfällig sein. Auch ist ihre Reinigung bisweilen aufwendig.

Direktes und indirektes Grillen

Es gibt einfache Direktgrills und auch Geräte, die indirektes Grillen ermöglichen. Wer nur gelegentlich zur Gartenparty etwas grillt, wird sich für den Direktgrill entscheiden, bei dem das Grillgut über der Glut liegt. Würstchen sowie Bauch- und Nackensteaks gelingen ausgezeichnet auf dem offenen Grill, der gar keinen Deckel hat. Das etwas anspruchsvollere Grillen erfolgt im Barbecue-Smoker mit Deckel, in dem das Grillgut bei einer niedrigen oder höchstens mittleren Temperatur langsamer gart.

Die Temperaturen liegen zwischen etwa 100 bis 180 °C. Grills dieser Bauart sind sehr oft Kugelgrills, in denen das Grillgut oberhalb der Hitzequelle seitlich versetzt liegt. Dort wird es von heißer Luft umströmt, was den gleichmäßigen Garprozess garantiert. Der Kugelgrill ermöglicht natürlich das direkte Grillen bei hohen Temperaturen, weshalb er sich als perfekter Allrounder auch für Einsteiger erweist.

Grills

Größe des Grills

Die Größe hängt davon ab, wie viele Personen meistens zur Grillparty kommen. Wenn es recht viele sind, wäre ein zu kleiner Grill fatal, weil die Gäste dann auf das Gegrillte warten müssen. Wer smoken bzw. indirekt grillen möchte, benötigt einen besonders großen Grill, um den Grillrost etwa im Kugelgrill komplett auszunutzen. Ein großer Grill eignet sich auch für wenig Grillgut, wenn die Familie einmal unter sich ist, nur ist er natürlich in der Anschaffung teurer – womit wir wieder beim Budget wären. Eine Empfehlung lautet indes, gerade den Kugelgrill nicht zu klein zu kaufen. Es gibt ihn schon in kleinen Varianten, doch dann passt nicht viel hinein, er wird auch zu schnell zu heiß und lässt sich nur schlecht regeln. Empfohlen werden mindestens 57 cm Durchmesser.

Die führenden Hersteller von Grills

Es gibt sehr viele Hersteller von Grills. Die wahrscheinlich bekanntesten Marken (in Deutschland) sind:

  • Weber
  • Landmann
  • Barbecook
  • Outdoorchef
  • Rösle
  • Dancook
  • Napoleon
  • Broil King
  • Thüros
  • Monolith

Das sind aber beileibe nicht die einzigen zuverlässigen Anbieter. Auch deutlich unbekanntere Marken haben große Vorzüge und bieten manchmal ihre Grills relativ preiswert an, obgleich diese in ihrer Qualität den großen Herstellern in nichts nachstehen. Damit ergibt sich dann ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis, nur sind Informationen vor dem Kauf besonders wichtig.

Idealerweise lesen sich Interessenten alle möglichen Kundenrezensionen durch. Auch die großen Marken wie Weber und Landmann haben neben ihren unbestreitbaren Vorzügen manchmal kleine Schwächen, und sei es der Fokus auf bestimmte Grillvarianten wie Gas oder Holzkohle. Ihre Qualität ist allerdings unbestritten: Für den etwas höheren Preis zeigt der Grill rein technisch keinerlei Mängel, was sich oft in besonders langen Garantiezeiten niederschlägt.