Den richtigen Fußboden für jeden Raum passend auswählen

Ein Fußboden soll gut aussehen sowie strapazierfähig und pflegeleicht sein. Er ist die Basis des Raumes. Der Einsatzort gibt den Belag vor: Im Wohn- und Schlafzimmer mögen wir es sehr behaglich. Die Küche, die Diele und das Kinderzimmer verlangen hingegen eine robuste Grundlage.

Parkettboden

Parkett ist ein robuster und gleichzeitig warmer, dabei auch pflegeleichter Fußboden mit langer Lebensdauer. Zwar sind die Anschaffungskosten hoch, doch sie rechnen sich auf lange Sicht, weil sich stumpfes Parkett abschleifen lässt. Wie oft das gelingt, hängt von der Stärke des Echtholzes ab. Es gibt Massivparkett, dass bis 22 mm dick sein kann, und Mehrschichtparkett mit Nutzschichten zwischen 2,5 und 6 mm, das Laien auch allein verlegen können. Gern wird es im Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer sowie im Flur eingesetzt. Es kann auch übrigens auch aus Bambus bestehen!

Fußboden aus Linoleum

Die schnörkellose Optik und die leichte Pflege sprechen nach wie vor für das wohngesunde Linoleum. Es ist zwar altbekannt, hat sich aber mit frischen Farben neuerdings sogar wieder zum Trendsetter entwickelt und erobert damit die Wohnräume. Früher kannten wir es nur aus Büros und Klassenzimmern. Linoleum hält lange, ist fußwarm und lässt sich super leicht reinigen. Außerdem ist es antistatisch und stört damit nicht die Büroelektronik. Es ist ein Naturstoff, der als nahezu unverwüstlich gilt und rollende Bürostühle ebenso wie Rennen mit dem Bobbycar aushält.

Kork als Fußboden

Das neue ökologische Bewusstsein spricht stark für Kork als Fußbodenbelag. Für ihn fällt kein Baum, nur die Rinde der Korkeiche wird alle neun Jahre geerntet. In Wohnräumen erweist sich Kork als Wohlfühlboden wegen seiner Elastizität, die an seiner einzigartigen Zellstruktur liegt. Er schont also die Gelenke und den Rücken, gleichzeitig ist er warm und leise. Wie Linoleum hat er antistatische Eigenschaften und gilt als pflegeleicht. Für den Schutz des Korkfußbodens wird dieser geölt, versiegelt oder gewachst.

Steinfußböden

Hier gibt es die beiden Varianten des Natursteins und des Betons. Beton lässt sich auf viele Arten gestalten und hält neuerdings sogar im Wohnbereich Einzug, wo der Naturstein längst etabliert ist. Angesagte Sedimentgesteine wie Travertin, Sand- und Kalkstein sorgen mit matten, hellen Oberflächen für ursprüngliche Eleganz. Wichtig zu wissen: Naturstein ist nicht besonders säureresistent. Daher muss er vor allem in der Küche und im Bad imprägniert werden.

Fußboden

Fliesenboden

Fliesen sind verschleißfest und nicht brennbar, außerdem widerstehen sie jeder Art von Schmutz bzw. lassen sich von ihm wieder reinigen – auch von Chemikalien, Ruß und Fett. Daher gilt ihre Keramik als idealer Fußbodenbelag für stark belastete Räume. Das sind zunächst einmal das Bad und die Küche bzw. öffentliche Nassräume (Schwimmbäder, Duschen), doch auch Wohn- und Betriebsräume. Diese wiederum profitieren davon, dass Fliesen sehr gut wärmeleitfähig sind und daher eine Fußbodenheizung unter ihnen ausgezeichnet funktioniert. Wer Fliesen als Fußboden auswählt, muss auf ihre Belastbarkeit achten, für die es Gruppen von I (leichte Beanspruchung) bis IV (höchste Beanspruchung) gibt.

Teppichboden bzw. Teppich auf dem Fußboden

Es ist zwischen dem durchgängig verlegten Teppichboden und einem Teppich auf einem anderen Boden zu unterscheiden. Der durchgängig verlegte Teppichboden kommt meistens in Büros zum Einsatz und besteht aus sehr belastbarem Material, das ohne Probleme auch mit Straßenschuhen betreten werden kann. In Wohnräumen werden meistens kuschelige, also hochflorige Teppiche verlegt, die für eine ausgezeichnete Wärme- und Geräuschdämmung stehen. Sie können den Schalldruck um bis zu 90 % mindern. Außerdem sparen sie Energie. Natürlich sind solche Teppiche nicht unendlich belastbar und auch nicht unbedingt pflegeleicht, doch sie tragen entscheidend zum Komfort und zum Wohnambiente bei.

Laminat als Bodenbelag

Der beliebteste Belag für den Fußboden ist Laminat. Das liegt am geringen Preis und dem leichten Handling. Modernes Klicklaminat kann auch der Laie verlegen. Laminat kopiert im Prinzip (meistens) das Parkett, ist aber natürlich längst nicht so langlebig. Das liegt an seinem Aufbau: Es besteht aus Schichten, wie schon sein Name sagt (lateinisch lamina = Schicht). Die oberste Schicht, die das Holz (oder auch Stein, Beton, Terrakotta, Metall) imitiert, ist im Prinzip nur ein Blatt Papier, das freilich mit Zusätzen und Kleber getränkt ist. Laminat gibt es in verschiedenen Belastungsstufen, die für den Einsatz im betreffenden Raum beachtet werden müssen. Die Oberfläche von Laminat besteht aus Kunstharz, das es strapazierfähig und pflegeleicht macht. Auf dieser Fläche haftet kein Staub, was für Allergiker gut ist. Laminat lässt sich relativ gut pflegen, darf aber nicht sehr nass werden, weil es sonst aufquillt.

Fußboden aus Vinyl

Vinyl kann ein geeigneter Bodenbelag sein, der allerdings manchmal aus PVC besteht und dann Weichmacher enthält. Diese dürfen nicht gesundheitsschädlich sein. Bei moderneren Designböden aus Vinyl ist das aber kein Thema mehr, denn sie bestehen aus PU oder PET. Fußboden aus Vinyl ist belastbar und pflegeleicht zugleich.