Die besten LED Lampen

LED Lampen basieren auf dem Halbleiterprinzip. Es sind Leuchtdioden, die Licht emittieren, wofür auch das Kürzel steht (light-emitting diode). Die Wellenlänge des Lichts hängt vom Material des Halbleiters ab. Es gibt auch LED-Licht im Infrarot- oder Ultraviolettbereich, welches das menschliche Auge nicht sehen kann. LED Lampen gibt es seit den frühen 1960er Jahren, doch sehr lange dienten sie lediglich als Leuchtanzeigen oder Signallämpchen. Erst nach dem Jahr 2000 wurden sie so verbessert, dass sie nun die konventionellen Lampen ersetzen. Sie erzeugen dasselbe Licht mit deutlich weniger Strom und sind darüber hinaus auch viel langlebiger. Außerdem liefern sie Licht in allen erdenklichen Farben.

Einsatzbereiche von LED Lampen

Im Prinzip lassen sich LED Lampen praktisch überall einsetzen, wo Licht benötigt wird. Hier sind einige der wichtigsten Einsatzbereiche:

  • Taschenlampen
  • Autoscheinwerfer
  • Reklamebeleuchtung
  • Notbeleuchtung
  • Deckenleuchten
  • Hängeleuchten
  • Straßenbeleuchtung
  • Kronleuchter
  • Wandleuchten
  • Spiegelleuchten
  • Deckenfluter
  • Stehleuchten
  • Badezimmerleuchten
  • Tisch- und Schreibtischleuchten
  • Klemmleuchten
  • Büroleuchten
  • Bilderleuchten
  • Ein- und Aufbauleuchten
  • Spots

LED Lampen: Vorteile

Es gibt neben den konventionellen Glühlampen, die inzwischen seit 2012 praktisch nicht mehr verkauft werden, auch Halogen- und Leuchtstofflampen, die ebenfalls mit relativ wenig Strom auskommen. Doch die LED Lampen toppen mit ihren Eigenschaften alle vorherigen Varianten elektrischer Leuchtmittel. Ihre Vorteile lassen sich so zusammenfassen:

  • Energieersparnis: LED Lampen verbrauchen durch ihre hohe Effizienz rund 80 % weniger Strom als konventionelle Glühlampen, aber auch deutlich weniger als Halogen- oder Leuchtstofflampen. Sie sparen Geld und schonen die Umwelt.
  • Langlebigkeit: Die LED-Technik ist sehr langlebig. Diese Leuchtmittel bringen es je nach Bauart auf 15.000 bis 60.000 Stunden Laufzeit, wobei sie ihr Ende nicht durch einen plötzlichen Ausfall, sondern durch ein allmähliches Herabdimmen der Leuchtkraft anzeigen.
  • Wärmentwicklung: LED Lampen werden höchstens handwarm, während konventionelle Glühbirnen und auch Halogenlampen in angeschaltetem Zustand schon nach Sekunden sehr heiß sind. Lediglich HighPower-LED-Module werden deutlich wärmer und brauchen manchmal sogar eine entsprechende Kühlung.
  • Helligkeit: Eine LED Lampe strahlt sofort mit voller Leuchtkraft. Das ist bei einigen anderen Varianten von Energiesparlampen nicht der Fall. Daher eignen sich LED-Leuchtmittel auch für die intelligente Lichtsteuerung mit Bewegungsmeldern.
  • Farbspektrum: Die Leuchtdioden können verschiedenste Lichtfarben erzeugen, darunter auch weißes Licht in einem breiten Sprektrum zwischen warmweiß und kaltweiß. Buntes Licht liefern die RGB-Leuchtmittel auf LED-Basis.
  • Robustheit: LED Lampen und die Module mit LEDs erleiden durch Erschütterungen und Vibrationen keinerlei Schäden, weil sie extrem stoßfest sind. Dies ist ein Vorteil für alle mobilen LED Lampen in der Taschenlampe, am Fahrrad und im Autoscheinwerfer.
  • Dimmbarkeit: LED Lampen lassen sich unter bestimmten technischen Voraussetzungen gut dimmen.
  • Schaltfrequenz: Im Gegensatz zu Glühbirnen, Halogenlampen und Leuchtstoffröhren können LED Lampen oft und schnell geschaltet werden, ohne dass dies ihnen schadet.
  • Schadstofffreiheit: LED Lampen sind nicht nur wegen ihrer guten Energiebilanz und Langlebigkeit, sondern auch wegen ihres Materials umweltfreundlich. Sie enthalten beispielsweise kein giftiges Quecksilber wie die Energiespar- und Halogenlampen. Daher lassen sie sich als Elektroschrott entsorgen und auch recyceln.
LED Lampe

Farbspektrum von LED Lampen

Die bunten LED Lampen emittieren das Licht praktisch monochromatisch, also in einem sehr begrenzten Spektralbereich. Das bedeutet: Sie liefern die betreffende Lichtfarbe vollkommen rein, was mit anderen Leuchtmitteln so nicht erreichbar ist. Daher sind LED Lampen die perfekten Signallichter. Wenn irgendwo eine klare rote Lampe aufleuchten soll, schafft das am besten eine LED Lampe, während andere Leuchtmittel hierfür eingefärbt werden müssten. Allerdings war das Farbspektrum früherer LED Lampen nicht so breit. Bis in die frühen 1990er Jahre gab es beispielsweise keine blauen Leuchtdioden und bis in die frühen 2000er Jahre keine LED Lampen, die befriedigendes weißes Licht lieferten. Inzwischen steht das gesamte Licht- bzw. Farbspektrum auch auf LED-Basis zur Verfügung.

LED Lampen: Lichtstärke

Die Candela (cd) gibt die Lichtstärke eines Leuchtmittels an, die den Lichtstrom und die Abstrahlcharakteristik berücksichtigt. LED Lampen erreichen 0,02 cd (Signallämpchen) bis 10 cd (LED-Module für die Beleuchtung). Mit fortschreitender Lebensdauer sinkt die Lichtstärke (sogenannte Lichtdegradation). Wenn sie auf 70 % ihres Anfangswertes gesunken ist, gilt die LED Lampe als verbraucht, doch sie kann durchaus noch weiter mit geringerer Lichtstärke genutzt werden. Die Lebensdauer hängt von verschiedensten Faktoren ab, so dem Halbleitermaterial, der individuellen Farbtemperaturveränderung und den Betriebsbedingungen (Strom und Temperatur). Wenn durch eine LED Lampe viel Strom fließt, hält sie bei Weitem nicht so lange.