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Honig erzeugen die Honigbienen für ihre eigene Nahrungsvorsorge. Der Imker nimmt ihnen einen Teil davon ab und lässt daraus den von Menschen essbaren Honig herstellen.

Wie entsteht Honig?

Der Ausgangsstoff ist Blütennektar, doch auch zuckerhaltige Ausscheidungsprodukte verschiedener Insekten (sogenannter Honigtau) können die Basis sein. Den Nektar sondern Blütenpflanzen ab. Die Arbeiterbienen sammeln den Nektar mit ihrem Rüssel und lagern ihn in ihrer eigenen Honigblase zwischen. Während der Aufnahme geben sie dem Nektar aus ihren Futtersaftdrüsen spaltende Enzyme zu. Dabei handelt es sich um Amylasen und Glucosidasen. Die Amylasen spalten Polysaccharid, ein langkettiges Kohlenhydrat, in kurzkettige Kohlenhydrate auf. Die Glucosidasen spalten dann die kurzkettigen Kohlenhydrate in die Monosaccharide Glucose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker) auf.

Kunsthonig wird industriell mit ähnlichen Verfahren hergestellt. Allerdings enthält der von den Bienen gesammelte Honig noch mehr Wasser, Amylase und Saccharose. Im Bienenstock lagern die Bienen den Honig in Waben ein, die sie zuvor gebaut haben. Die im Stock arbeitenden sogenannten Stockbienen tragen den Honig zwischen den Waben hin und her, geben nochmals Eiweiße, Säuren und Enzyme zu und fördern damit die Bildung von höheren Sacchariden. Gleichzeitig verliert der Honig viel von seinem Wasser, wird also dicker, und bildet Inhibine. Diese Stoffe hemmen das Wachstum von Bakterien und Hefen. Der Wassergehalt dunstet in den Waben aus, außerdem saugen die Stockbienen den Honig mehrmals an und lassen ihn wieder ab, was ebenfalls den Wassergehalt reduziert.

Wenn der Honig in den Waben liegt, fächern sie ihm mit ihren Flügeln Luft zu, um die Ausdunstung des Wassers zu beschleunigen. Nicht zuletzt bewirken die Bienen einen Austausch zwischen Innen- und Außenluft des Stocks, was bei trockener Außenluft ebenfalls die relative Luftfeuchtigkeit im Stock durch dessen innere Wärme senkt. Der Wassergehalt des Honigs im Stock sinkt schließlich auf 18 – 20 %, teilweise sogar noch tiefer. Den fertigen Honig versiegeln die Bienen in den Waben mit einer Wachsschicht (sogenanntes Verdeckeln). Wenn der Imker verdeckelten Honig sieht, weiß er, dass er ihn ernten kann. Er entnimmt nicht mehr, als der Bienenstock verkraften kann.

Die Bienen benötigen eine gewisse Menge für ihren Eigenbedarf. Dadurch, dass der Imker Honig entnimmt, sammeln sie etwas mehr, doch auch von Natur aus erzeugen Bienen eine gewisse Überproduktion, um für mögliche schlechte Zeiten vorzusorgen.

Seit wann essen Menschen den Bienenhonig?

Höhlenmalereien mit Honigsammlern sind rund 10.000 bis 12.000 Jahre alt. In der Steinzeit war Bienenhonig wohl das einzige Süßungsmittel für Menschen, die ihn wahrscheinlich auch als Köder nutzten, um Bären zu jagen. Zunächst handelte es sich um den Honig von wilden Bienen, doch etwa vor 9.000 Jahren dürften anatolische Imker die ersten Hausbienen gezüchtet haben. Deren Honig fand man auch in ägyptischen Pharaonengräbern.

Vor rund 5.000 Jahren war bei den Pharaonen der Honig die „Speise der Götter“, die auch Unsterblichkeit versprach. Deshalb und wegen der aufwendigen Gewinnung war der Honig teuer, ein Topf kostete so viel wie ein Esel. Hippokrates lehrte um 400 v. Chr., dass eine Honigsalbe Fieber senken kann. Mit Wasser verdünnter Honig sollte die Leistung der antiken Olympioniken steigern. Der Glaube an Honig als Heilmittel zieht sich durch die gesamte Geschichte und alle Kulturen. Sie wird unter anderem im Koran beschrieben, im europäischen Mittelalter wurde ein vorgebliches Heilmittel aus Honig und Essig hergestellt. Man nannte es Sauerhonig (Oxymel), der den Magen reinigen und das Zahnfleisch heilen sollte.

Als Süßungsmittel war Honig bis Mitte des 18. Jahrhunderts ungeschlagen, denn erst dann lernten die Menschen, aus Zuckerrüben Haushaltszucker (reine Saccharose) herzustellen. Dieser ist allerdings deutlich günstiger als Honig, der dennoch als Nahrungsmittel hochgeschätzt bleibt.

Honig

Woher hat der Honig seinen Namen?

Der Name leitet sich von einem indogermanischen Wort ab, das „goldfarben“ bedeutete. Im Mittelhochdeutschen hieß er schon honec oder honig, im Althochdeutschen honag. Alle germanischen Sprachen nennen ihn ähnlich:

  • honey (englisch)
  • honing (niederländisch)
  • Honnig (niederdeutsch)
  • honung (schwedisch)
  • honning (dänisch)
  • Hung (schweizerdeutsch)
  • Hunneg (luxemburgisch)

Sanskrit ist ein anderer Zweig der indogermanischen Sprachfamilie. Hier heißt der Honig मधु (madhu), was sich mit Honig oder Met übersetzen lässt. Im Litauischen heißt er medus (Wortstamm wie Met), auch in vielen slawischen Sprachen ist med das Wort für Honig. Im Deutschen ist das Wort Met bekannt, es bezeichnet Honigwein. Im Chinesischen heißt Honig 蜜 (mì oder mjit), im Lateinischen mel, wovon seine Bezeichnungen in den romanischen Sprachen abgeleitet wurden (spanisch miel, italienisch smielare, französisch le miel). Die Honigbiene heißt zoologisch Apis mellifera.

Wie gesund ist Honig?

Er enthält Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe, womit er die Abwehrkräfte stärkt. Allerdings ist er kein ausgewiesenes Heilmittel. Sein Zucker wird von den Zähnen etwas besser vertragen als Haushaltszucker.
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