Die leckersten Creme Dessert

Ein Creme Dessert ist ein cremiger Nachtisch. Das Wort Dessert bedeutet auf Französisch Nachtisch oder Nachspeise, es leitet sich von desservir = „die Speisen abtragen“ ab. Neben dem Creme Dessert sind auch Käse und Obst als Nachspeisen beliebt. Ein Desserts kann kalt oder warm sein, das Creme Dessert ist fast immer kalt.

Woher kommt das Creme Dessert?

Das dreigängige Menü mit Vor-, Haupt- und Nachspeise führten wohl die antiken Römer ein, sie nannten die drei Gänge antecenium oder gustatio (für die Vorspeise), mensa prima und savillum oder secunda mensa (für die Nachspeise). Ihre Esskultur war den Römern so wichtig, dass sie darüber detaillierte Aufzeichnungen hinterließen. Entsprechendes ist beispielsweise von Cornelius Lentulus und Plinius dem Jüngeren überliefert. Schon die Römer kannten auch cremige Nachspeisen. Im Mittelalter verschwand zunächst die strenge 3-Gang-Folge, sie wurde erst im 19. Jahrhundert wieder aufgenommen.

Bekannt ist sie vom russischen Fürsten Kurakin, der sie 1830 in Paris wieder bei einem Festbankett einführte. Seit dem 19. Jahrhundert etablierte sich auch ein Geschmacks- und Konsistenzverlauf der Speisen: Der Geschmack beginnt klassischerweise mit einer stimulierenden Vorspeise und führt über das pikante Hauptgericht zur süßen Nachspeise, wenn diese nicht aus Käse besteht. Die Konsistenz soll bei der Vorspeise leicht bis sogar flüssig, beim Hauptgericht beißfest und beim Dessert wieder sehr leicht sein. Das Creme Dessert ist in dieser Systematik eine perfekte Nachspeise.

Creme Dessert in verschiedensten Varianten

Ein Creme Dessert kann schokoladig oder fruchtig, mit Karamellkruste oder geschichtet serviert werden. Es soll vor allem leicht, süß und fluffig sein, damit es uns zum Abschluss der Mahlzeit glücklich macht. Varianten wären unter anderem:

  • Açai-Creme mit Schokosoße, Granatapfel und Walnüssen
  • Pots de Crème mit Schwarzwälder Kirsch
  • Quark-Vanille-Creme mit Erdbeeren
  • Chia-Schokoladen-Mousse
  • cremiger Zitronenpudding
  • Tahini-Crème-Brûlée
  • Schokoladen-Chai-Creme
  • Schoko-Avocado-Mousse
  • Guaven-Limetten-Mousse mit Passionsfruchtgelee
  • Florentiner mit Gewürzmousse

Die Herstellung kann durchaus aufwendig sein. Zum Pots de Crème mit Schwarzwälder Kirsch gehören neben der Sahne und der Schokolade auch die Kirschen, die Zubereitung erfolgt im Glas. Obwohl Creme Desserts fast immer ziemlich süß sind, können sie auch Superfoods wie die Açai-Creme enthalten. Neben der Schokolade und dem Açai-Pulver kommen dort nämlich auch Avocados, Bananen, Granatäpfel und Walnüsse hinein, mithin viele urgesunde Zutaten, die jede Menge Vitamine und Nährstoffe enthalten.

Die Quark-Vanille-Creme erhält ihren besonderen Twist mit einem Pistazien-Minz-Pesto, der ihr eine frische Note und den Crunch verleiht. Creme Desserts können auch geschichtet sein, so aus Birnen, Zimt, Vanille, Thai Basilikum und Kardamom (unterste Schicht) weißem Chia (mittlere Schicht) und einer cremigen weißen Schokoladenmousse (oberste Schicht), auf die noch knackige gebrannte Mandeln kommen.

Creme Dessert

Raffinierte Geschmacksnoten in den Creme Desserts

Creme Dessert werden umso interessanter, je mehr raffinierte und unerwartete Geschmacksnoten sie enthalten. Das betrifft beispielsweise die Tahini-Crème-Brûlée, deren Tahini dem Creme Dessert eine nussig-herbe Sesamnote verleiht. Tahini ist eine Paste aus gerösteten, geschälten und gemahlenen Sesamsamen, die durch die Mischung mit einem Öl (möglichst geschmacksneutral) ihre cremige Textur erhalten. An einem süßen Creme Dessert gleicht Tahini den Geschmack etwas aus und fügt der süßen Nachspeise gleichzeitig Nährstoffe hinzu. Die Küche der Levante hat offenkundig Tahini erfunden, bekannt ist die Mischung auch am östlichen Mittelmeer, im Südkaukasus, in Teilen Nordafrikas und im Nahen Osten.

Wer ein Creme Dessert fruchtig mag, kann sich für den cremigen Zitronenpudding entscheiden, der wenig Zucker enthält und durch die frischen Zitronenzutaten besonders spritzig schmeckt. Er liefert den perfekten leichten Abschluss nach einem eher schweren Menü. Die Schokoladen-Chai-Creme ist naturgemäß süß, erhält aber ihre besondere Konsistenz durch die Zubereitung: Diese erfolgt nämlich im Wasserbad. Die besondere Geschmacksnote erzeugt in diesem Fall würziger Chai-Tee. Auch ein Guaven-Limetten-Mousse verblüfft den Gaumen mit dem enthaltenen Passionsfruchtgelee, das sofort an die Tropen erinnert. Die Zutaten sind:

  • Passionsfrucht
  • Guaven
  • Melone
  • Milch
  • Sahne
  • Zucker

Auch dieses Creme Dessert entsteht im Glas, ebenso übrigens das Guaven-Limetten-Mousse. Wer Schokolade und exotische Früchte zu einem Creme Dessert vereinen möchte, entscheidet sich für Schoko-Avocado-Mousse, zu dem auch Zitrone, Kakao, Frischkäse und Honig gehören. Der verführerische Snack lässt sich auch leicht zubereiten, um spontanen Schokoladenhunger zu stillen.

Creme Dessert selbst machen

Wer Creme Desserts selbst zubereiten möchte, kann als Basis immer ein Schokoladenmoussee zubereiten und dies dann durch unterschiedlichste Zutaten mit allen möglichen Geschmacksrichtungen verfeinern. Es gelingt relativ einfach: Schokolade und Butter werden über einem Wasserbad geschmolzen, dann kommt Eigelb darunter. Das Eiweiß der Eier schlagen wir dann zusammen mit Kokosblütenzucker steif und heben es unter. Zum Schluss kommt noch steif geschlagene Sahne darunter.