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Zigarren werden aus Tabakblättern gerollt. Damit unterscheiden sie sich grundsätzlich von Zigaretten. Sie haben auch keinen Filter und können daher prinzipiell von beiden Seiten geraucht werden, auch wenn in der Regel eine der beiden Seiten beschnitten ist und daher die Seite für das Anzünden darstellen soll. Im Gegensatz zu Zigaretten gelten Zigarren eher als Kulturgut, eine Menge Literatur rankt sich um sie.

Aufbau der Zigarre

Die Zigarre besteht aus eingelegten getrockneten, fermentierten Tabakblättern. Diese umschließt ein Umblatt, der sogenannte Wickel. Die Einlage kann aus ganzen oder lose geschnittenen Tabakblättern bestehen, während das Umblatt exakt geschnitten sein muss, um die Einlage in ihrer Form zu halten. Das abschließende, sichtbare und ebenfalls exakt geschnittene Deckblatt liegt über dem Umblatt. Das beschnittene, zu entzündende Ende heißt Zigarrenfuß, das Ende für den Sog des Rauchers Zigarrenkopf. In der Nähe des Zigarrenkopfes tragen bessere Zigarren eine kunstvoll gestaltete Papierbinde, den Zigarrenring (umgangssprachlich Bauchbinde). Dieser kennzeichnet die Manufaktur und die Sorte.

Woher stammt die Zigarre?

Dies ist weder in geografischer noch historischer Hinsicht bekannt, es gibt nur Vermutungen. Als gesichert gilt, dass die Ureinwohner Südamerikas schon seit Jahrtausenden den Tabak als Rauchprodukt kannten, ihn in Pfeifen rauchten und auch zigarrenähnliche Tabakprodukte bei sakralen Ritualen verwendeten. Ihre Priester und Stammeshäuptlinge traten mit dem Tabakgenuss offenkundig in Kontakt mit den Göttern.

Ebenfalls bekannt ist, dass Christoph Columbus nach seiner Entdeckung Amerikas Ende des 15. Jahrhunderts auf Kuba den Tabak kennenlernte und dass im 18. Jahrhundert britische Seeleute kubanische Zigarren in ihre Kolonien nach Nordamerika brachten, wo auf Plantagen alsbald Tabak angebaut wurde. Dort entstand eine neue Zigarrenproduktion, die in Kuba schon eine längere Tradition hatte. Im 19. Jahrhundert war Zigarrenrauchen in Europa mehr verbreitet als Pfeifen- oder Zigarettenrauchen, es entstand eine bedeutende Industrie für die Herstellung der Zigarren.

In Deutschland hatte sie ihre Schwerpunkte in Preußen und Baden. Die Arbeiter dieses Industriezweiges waren gut organisiert und Pioniere der Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert, die unter anderem während der Märzrevolution 1848 in Berlin eine eigene Association gründeten, die sich rasch auf viele deutsche Städte ausdehnte. Aus ihr entstand sogar 1865 die erste deutsche Gewerkschaft. Sie hat heute ihre Nachfolgerin in der Gewerkschaft Nahrungs- und Genussmittel. Im frühen 20. Jahrhundert gewann dann die immer noch relativ neue Zigarette, die um 1850 entwickelt worden war, die Oberhand über die Zigarre. Diese erlebte aber ab den 1990er Jahren wieder eine Renaissance.

Zigarren

Die moderne Zigarre

Noch immer sind Mittel- und Südamerika sowie die Karibik Zentren des Tabakanbaus und der Zigarrenproduktion. Hinzu kommen einige asiatische Regionen. Die wichtigsten Erzeugerländer sind:

  • Kuba
  • Dominikanische Republik
  • Brasilien
  • Nicaragua
  • Honduras
  • Philippinen
  • Indonesien (besonders Insel Sumatra)

In einigen dieser Länder, so etwa in Kuba, ist die Tabakwirtschaft für die Gesamtökonomie sehr bedeutsam. In Kuba trägt sie 7 % zum Gesamtexport bei. Das bedeutet auch, dass wetterbedingte Ernteausfälle für die Länder großen Schaden bedeuten. Das große Image der kubanischen Zigarren beruht einerseits auf ihrer sehr alten Tradition, andererseits aber auch darauf, dass die USA den Staat Kuba schon 1962 mit einem Handelsembargo belegte, der kubanische Zigarren auf dem US-amerikanischen Markt in die Illegalität trieb, was sie sehr begehrt macht. Wahrscheinlich basieren 10 % der kubanischen Exporterlöse mit Zigarren auf dem Schmuggel in die USA.

Die Qualität der kubanischen Zigarren hingegen ist per se nicht höher als das von Zigarren aus anderen Weltregionen, im Gegenteil: Einige Experten sind der Meinung, dass sie nach Verhängung des Embargos sogar zeitweilig sank, weil die Kubaner auch keinen hochwertigen Dünger mehr importieren konnten. Zudem schmuggelten die Kubaner ihre Tabaksamen in Nachbarländer (Honduras, Dominikanische Republik, Nicaragua), wo eine neue, aber eben nicht mehr original kubanische Zigarrenproduktion entstand.

Außerdem wanderten Manager und Unternehmer des Wirtschaftszweiges aus Kuba aus und stellten mit ihrem Wissen in anderen Ländern hochwertige Zigarren her. Damit gilt als gesichert, dass die kubanische Zigarre ihrem legendären Ruf nur bedingt gerecht wird. Aus anderen Regionen kommen mindestens genauso gute Zigarren.

Herstellung von Zigarren in der Manufaktur

Die Herstellung von Zigarren erfolgt immer noch überwiegend von Hand, schon der Anbau des Tabaks ist eine Wissenschaft für sich. Es gibt verschiedene Varianten, die Tabakblätter der Sonne auszusetzen oder nicht, sie zu trocknen, die Blätter für die Umlage und das Deckblatt auszuwählen und sie nach ihrer vorherigen Position an der Pflanze zu sortieren. Diese bestimmt, wie kräftig die aus ihnen hergestellte Zigarre schmeckt. Unterschieden werden

  • Ligero (obere Blätter),
  • Seco (mittlere Blätter) und
  • Volado (untere Blätter).

Es gilt: Je weiter ein Blatt unten hing, desto milder ist sein Geschmack. Die Trocknung kann bis zu 50 Tage dauern. Das Rollen der Zigarren erfolgt von Hand.