Die besten Shisha für dich Zuhause

Eine Shisha ist eine Wasserpfeife. Sie könnte in Indien oder Persien erfunden worden sein. Geraucht wird darin Tabak, der gern ein Fruchtaroma haben kann.

Prinzipielle Funktionsweise der Shisha

Der Raucher zieht den Rauch zunächst durch die Bowl. Diese ist mit Wasser gefüllt, das den Rauch kühlt sowie Schwebstoffe und wasserlösliche Substanzen leicht filtert. Damit unterscheidet sich Shisha-Rauchen von anderen Formen des Tabakrauchens, weil die Konsumenten weniger heißen Rauch und nicht ganz so viele Schadstoffe inhalieren. Dass Shisha-Rauchen aber deshalb gesundheitlich vollkommen unbedenklich wäre, stimmt eindeutig nicht.

Der Aufbau der Shisha entspricht dem einer chemischen Waschflasche. Allerdings gibt es die Shisha in vielen Varianten, so etwa mit zerlegbarer Rauchsäule oder einem Ablageteller aus einem anderen Material. Auch die Größen einzelner Shishas unterscheiden sich. Die Höhen der Pfeife liegen zwischen rund 40 und 90 cm, auch das Wassergefäß (die Bowl) kann unterschiedlich groß sein.

Die häufigsten Materialien sind Glas, Acryl, Keramik, Carbon, Metall oder Holz. Die Rauchsäule besteht aus Edelstahl, Aluminium oder einem Metall mit Chrom- oder Messingbeschichtung. Weitere Einzelteile sind der aufgesetzte Kopf, der Schlauch, die Base (rundes Mittelstück) und das Tauchrohr. Shishas sind meistens aufwendig verziert.

Woher hat die Shisha ihren Namen?

Das Ursprungswort dürfte das persische شيشه (schische für Glas) gewesen sein, das ins arabische شيشة (schischa) und ins türkische şişe (Flasche) übertragen wurde. Die Worte Glas und Flasche stehen für den Glaskörper der Shisha. Die Türken nennen allerdings die Shisha heute auch nargile. Diese Bezeichnung stammt wiederum vom persischen Wort نارگیل (nargil) ab, das Kokosnuss bedeutet. Auf den möglichen indischen Ursprung der Shisha verweist wiederum die Verwandtschaft dieses persischen Begriffs mit dem Sanskrit-Wort नारीकेल (nārikela), das auch eine Kokosnuss bezeichnet.

Aus dem türkischen Begriff wurden wiederum die arabischen Bezeichnungen نرجيلة (narǧīla oder nardschila) und أرجيلة (ardschila oder arǧīla) sowie das griechische ναργιλές (nargilés) abgeleitet. Eine kleine, bauartlich verwandte Haschischpfeife nennt man im Sudan جوزة (gōza oder dschuza), was Nuss bedeutet. Es gibt noch weitere Bezeichnungen.

Kultur der Shisha

Die Shisha steht seit Jahrhunderten für gemeinschaftliches Rauchen, sie wird gern im Kreis herumgereicht. Damit ist sie auch ein wichtiges Symbol der Gastfreundlichkeit. In Indien war das Shisha-Rauchen lange Zeit den Aristokraten vorbehalten. Westliche Kolonisatoren lernten es vor allem in Indien kennen und importierten es nach Europa. Hier fristete es längere Zeit ein Nischendasein, doch seit den 1980er Jahren begann es zu boomen. Inzwischen existieren überall in Europa und Nordamerika Cafés und Bars für das Shisha-Rauchen.

Shisha

Spezieller Tabak für die Shisha

Im Gegensatz zum trockenen Zigaretten-, Zigarren- und Pfeifentabak ist Wasserpfeifentabak feucht. Er besteht aus Rohtabak, Aromen und Glycerin. Die Aromen können sehr vielfältig sein. Als sehr beliebt gelten:

  • Doppelapfel (Apfel und Anis)
  • Minze
  • Kirsche
  • Zitrone
  • Orange
  • Mango
  • Banane
  • Vanille
  • Karamell
  • Cappuccino
  • Cola
  • Kokosnuss
  • Multifrucht
  • Melone
  • Rose
  • Erdbeere
  • Traube
  • Pfirsich

Insgesamt soll es über 15.000 Geschmacksrichtungen geben. Auch Tabakersatz wird angeboten, dessen Trägermaterialien Zuckerrohr, Zellstoff oder Gestein (Dampfsteine) sein können. Diese Träger enthalten kein Nikotin, das aber flüssig zugesetzt werden kann. Immerhin mindert dies das Suchtpotenzial. Nicht aromatisierter Tabak wird eher in den arabischen Ländern geraucht, er ist deutlich stärker. Der Tabak wird beim Rauchen in der Regel mit einer Alufolie abgedeckt. In Europa ist Dark Blend Tabak sehr beliebt, der aus einer Mischung von verschiedenen Tabaksorten wie Burley, Orient und Dark Air Cured besteht. Sein Nikotingehalt und der Eigengeschmack sind stärker. Besonders auffällig ist die erdige Grundnote. Die Zusammensetzung des Tabaks ist gesetzlich reglementiert.

Shisha-Kohle

Das Anzünden des Tabaks erfolgt mit Shisha-Kohle, die meistens aus den Schalen von Kokosnüssen hergestellt wird. In traditionellen Ländern kommt auch Holzkohle beim Shisha-Rauchen zum Einsatz. Dies hat wiederum auch hierzulande zum Angebot von selbstzündenden Kohletabletten mit Schwarzpulver oder Magnesium geführt. Sie bringen allerdings einen unangenehmen Beigeschmack mit sich. Weitere Arten von Naturkohle (neben Kokosnussschalen) können aus Oliven- oder Orangenbaumholz hergestellt. Ihr Vorteil besteht darin, dass sie meistens schwefelfrei sind. Sie brennen allerdings nicht so schnell an wie die Kohletabletten. Die Kohle sorgt für die eigentlichen Gesundheitsgefahren beim Shisha-Rauchen, denn ihre Verbrennung setzt Kohlenmonoxid und Kohlendioxid frei. Es gibt allerdings inzwischen auch Shisha-Köpfe mit elektrischer Heizung.

Shisha-Rauchen als Dampfen

Eigentlich ist Shisha-Rauchen kein Rauchen im herkömmlichen Sinne, denn der Tabak verbrennt nicht wirklich. Er gibt nur seine Aromen frei. Der Genuss unterscheidet sich daher auch relativ deutlich vom sonstigen Tabakrauchen. Shishas gibt es heute auch als Verdampfer für Liquide, die sonst in E-Zigaretten gedampft werden.