Die besten E-Zigaretten gibt es hier
Die E-Zigarette bringt mit einem Coil (elektrisch beheizte Wendel) oder mit Ultraschall Liquid zum Verdampfen. Allein daraus ergibt sich der größte Unterschied zum Tabakrauchen: Es wird Dampf eingeatmet, weshalb man nicht vom Rauchen, sondern vom Dampfen spricht. Dieser Dampf enthält keine Verbrennungsrückstände und ist daher deutlich ungefährlicher als Tabakrauch. Ein zweiter Unterschied ergibt sich durch die Inhaltsstoffe der Liquide: Neben verschiedensten Aromen kann in diesen auch das Suchtgift Nikotin enthalten sein, das ist aber nicht zwingend. Dampfen ohne Nikotin aber macht prinzipiell nicht süchtig.
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Gesundheitliche Beurteilung der E-Zigarette
Nach einer Einschätzung des britischen Gesundheitsministeriums aus dem Jahr 2015 liegt das Gefährdungspotenzial von E-Zigaretten bei ~5 % gegenüber Tabakprodukten. Das liegt daran, dass beim Dampfen von Liquids grundsätzlich kein Rauch aus der Verbrennung von Tabak und Papier eingeatmet wird. Dieser Rauch erzeugt die größten Gesundheitsgefahren durch Zigaretten. Bei Zigarren und Tabakpfeifen entfällt wenigstens der gefährliche Rauch des verbrannten Papiers. Daher empfehlen sogar Ärzte die E-Zigarette für die Raucherentwöhnung.
Seit wann gibt es E-Zigaretten?
E-Zigaretten boomen etwa seit 2012, doch das Konzept ist schon viel älter. Es wurde bereits 1963 durch den US-Unternehmer und Erfinder Herbert A. Gilbert als Patent eingereicht (Patentnummer US3200819). Er bot seine Erfindung Chemie-, Pharma- und Tabakkonzernen an, doch diese winkten ab. 2013 schätzte Gilbert in einem Interview ein, dass er einfach seiner Zeit zu sehr voraus war. In den frühen 2000er Jahren entwickelte dann der chinesische Tüftler Han Li (韩 力) eine moderne E-Zigarette, die als Ruyan Zigarette vermarktet wurde und den Siegeszug des modernen Dampfens einläutete.
Han Li ist interessanterweise Apotheker von Beruf. Auch in den frühen 2000er Jahren schätzten große Tabakkonzerne die E-Zigarette immer noch als eher kurzlebigen Trend ein. Sie beobachteten aber den Markt und begannen allmählich, Start-ups aufzukaufen, die schon erfolgreiche E-Zigaretten auf den Markt gebracht hatten. Diese Entwicklung hält bis zur Gegenwart (Anfang 2023) an. Es ist daher zu erwarten, dass die E-Zigarette ihre größte Zukunft noch vor sich hat. Immerhin setzten sich in den letzten 15 Jahren schon Standards durch. So brachte das Unternehmen Joyetech ab 2008 seine Modelle Joye 510 und Ego-T 2010 heraus, die dazu beitrugen, das 510er-Gewinde als De-facto-Standard zu etablieren.
Auch gibt es inzwischen mindestens zwei relativ ausgereifte Technologien beim Dampfen: das Verdampfen des Liquids mit einem Heizwendel oder sein Vernebeln mithilfe von Ultraschall. Letzteres ist zwar noch kaum etabliert, basiert aber schon auf eine Idee von Han Li aus dem Jahr 2003, die nur zunächst verworfen wurde.
Vor- und Nachteile von E-Zigaretten
Auch wenn E-Zigaretten unbestrittene gesundheitliche Vorteile gegenüber Tabakzigaretten mitbringen und außerdem ein angesagtes Lifestyleprodukt sind, haben sie auch Nachteile. Ihre Vor- und Nachteile im Überblick sind:
Vorteile
- #1 Gesundheit: Wie beschrieben ist Dampfen deutlich weniger ungesund als Rauchen. Dampfen ohne Nikotin macht auch nicht süchtig. Ansonsten enthält der Dampf weder Teer noch sonstige Verbrennungsrückstände und Toxine.
- #2 Möglichkeit der Raucherentwöhnung: Tabakrauchen hat auch sehr viel mit Gewohnheit zu tun. Es ist ein Pausenritual und dient in der Gemeinschaft sogar der sozialen Interaktion. Wer darauf zunächst nicht verzichten möchte, sollte auf die E-Zigarette umsteigen und kann sich damit das gefährliche Tabakrauchen abgewöhnen.
- #3 Kostensenkung: Im Gebrauch ist Dampfen günstiger als Rauchen. Allerdings kommen die Anschaffungskosten für eine E-Zigarette hinzu.
- #4 Verhinderung von Passivrauchen: Dampfer gefährden keine umstehenden Personen durch Passivrauchen, das als mindestens so gefährlich wie das Rauchen selbst gilt.
- #5 Sauberkeit und Hygiene: Raucher riechen nach Rauch, auch ihr Reinlichkeitsbewusstsein lässt durch den Zigarettenrauch nach. Ihr Geruchsempfinden und damit ihr Bewusstsein für Hygiene wird nämlich insgesamt durch das Rauchen eingeschränkt.
- #6 Rechtslage: Grundsätzlich ist Dampfen in Restaurants, auf Bahnhöfen und öffentlichen Plätzen im Gegensatz zum Rauchen nicht verboten. Für Restaurants gibt es zwei interessante Urteile aus NRW (OVG Köln, Az.: 4 A 775/14 und VG Köln, Az.: 7 K 4612/13). Diese stellen fest, dass Dampfen in Restaurants grundsätzlich erlaubt ist. Allerdings kann es der Wirt als Hausherr verbieten.
Nachteile
- #1 Gesundheitsbedenken: Zwar ist Dampfen längst nicht so ungesund wie Rauchen, doch es ist auch nicht vollkommen gesund. In den Liquiden können bedenkliche Stoffe enthalten sein. Dampfen mit Nikotin macht auch süchtig. Das Nikotin wiederum könnte krebserregend sein, dies ist noch nicht vollkommen erforscht.
- #2 Gesetze und Kontrollen fehlen: Im Gegensatz zu Tabakprodukten sind E-Zigaretten bislang (Stand 2023) noch sehr wenig reglementiert. Die beschwört Gefahren durch fehlerhafte Produkte herauf.
- #3 Anschaffungskosten und Betriebsaufwand: Zunächst entstehen für mindestens eine E-Zigarette Anschaffungskosten. Im Betrieb muss sie dann auch gewartet werden.
Fazit
Rauchern ist der Umstieg auf die E-Zigarette auf jeden Fall zu empfehlen. Nichtraucher müssen ein wenig darüber nachdenken, wie wertvoll für sie Dampfen sein könnte oder ob die Nachteile überwiegen.
Letzte Aktualisierung am 8.06.2026