Die beliebtesten Raumdüfte für dein Zuhause

Raumduft beseitigt in der Wohnung lästige Gerüche, die sich manchmal trotz regelmäßigem Lüften halten. Wenn kein Hausmittel hilft und alles Putzen, Wischen und Entstauben den muffigen Dunst nicht beseitigt, kommt Raumduft zum Einsatz. Vor allem im Sommer staut sich verbrauchte Luft in den Räumen, wenn die Fenster geschlossen sind.

Raumduft einsetzen: Woher kommt der unangenehme Geruch?

Es gibt für schlechte Gerüche unterschiedlichste Quellen, die manchmal gar nicht leicht zu identifizieren sind. Erfahrungsgemäß liegen die Ursachen häufig

  • im Mülleimer,
  • in der Küche nach der Zubereitung von Fisch- und Fleischgerichten oder sonstigem gewürzreiche Essen,
  • im Speisezimmer oder der Küche bei verbranntem Essen,
  • im Schuhregal,
  • im Katzenklo,
  • im nassen Hundefell oder
  • in Gardinen und Polstermöbeln, in denen sich Zigarettenrauch festgesetzt hat.

Die Geruchsmoleküle sind sehr hartnäckig und verbinden sich mit anderen Stoffen, beispielsweise sehr gern mit Textilien. Das macht ihre Entfernung so schwer. Es gibt Methoden wie die Luftreinigung mit Ozon, die in sehr schweren Fällen wie beim Beräumen von Messiewohnungen eingesetzt werden. Im Normalfall genügt die Verwendung von Raumduft.

Anwendung von Raumduft

Wirklich leistungsfähiger Raumduft funktioniert nicht nur mit dem Überdecken des lästigen Geruchs durch Essenzen oder ätherische Öle, sondern mit einer katalytischen Reinigung der Luft (ähnlich wie bei der Ozonreinigung) und dem anschließenden Einsatz von Duftstoffen. Die katalytische Reinigung wird mit einer katalytischen Lampe durchgeführt. Diese wenden Sie in diesen Schritten an:

  • #1 Entzündung des Brenners, Flamme bis zu drei Minuten brennen lassen
  • #2 Löschen der Flamme und Aufsetzen der Schutzkrone
  • #3 Katalyse abwarten (Ansaugen der Luft durch die katalytische Lampe, Aufspaltung der Moleküle) – Dauer etwa 12 Minuten für 20 Quadratmeter
  • #4 Schutzkrone durch Abdeckkappe ersetzen

Die Luft sollte jetzt halbwegs neutral riechen, weil die katalytische Lampe lästige Gerüche ohne chemische Zusatzstoffe neutralisiert hat. Nun gehören zum Raumduft noch Duftessenzen. Diese gibt es in unterschiedlichen olfaktorischen Richtungen – von neutral für die Küche über Rosen-, Jasmin-, Zitrus- oder Sandelholz- bis zum Rosmarinduft. Auch Meeresbrise und ähnliche exotische Düfte stehen zur Verfügung. Viele katalytische Lampen lassen sich gleich mit so einer Essenz befüllen. Ansonsten kommt Raumspray zum Einsatz. Es dient dazu, den Raum kurzfristig zu beduften. Dieser Duft hält sich bis zum nächsten Lüften. Eine längerfristige Möglichkeit bieten elektrische Diffuser, Duftstäbchen oder Duftgläser mit Gel, die den Duft wochen- bis monatelang halten. Duftgläser schrauben Sie ganz einfach auf, dann beduften diese den Raum.

Wenn Sie außer Haus sind, können Sie als Sparfuchs diese Gläser auch wieder verschließen. Sie sind eine sehr hübsche Alternative zu den Diffusern und den Stäbchen. Unter den vielfältigen Nuancen findet jedermann den richtigen Duft. Der farbige Inhalt der Duftgläser sorgt für einen schönen Akzent. Elegante Designdiffuser liefern wertvolle Essenzen aus aller Welt. Sie genügen auch optisch allerhöchsten Ansprüchen und werden von Romantikern und Puristen bevorzugt. Duftsteine für den sanitären Bereich werden mit dem Duft betropft. Aromaduftlampen sind sehr dekorativ und eignen sich für viele Räume.

Wie ist Raumduft beschaffen?

Raumduft kann frisch, würzig, süßlich, holzig oder neutralisierend sein: Es gibt ihn für jede erdenkliche Vorliebe. Er wird oft unter Zuhilfenahme natürlicher Stoffe künstlich hergestellt, wobei die Hersteller versuchen, den natürlichen Düften so nahe wie möglich zu kommen. Es gibt auch Raumduft aus rein natürlichen Essenzen, der in der Herstellung etwas teurer ist. Synthetische Duftnoten sollen möglichst echt wirken. Im Handel erhältlicher Raumdufte ist in seiner Konsistenz flüssig, geliert oder wachsförmig. Er verdampft durch das Verteilen im Raum. Entweder geben ihn Duftstäbchen oder -gläser frei, oder er wird versprüht. Manche Raumdüfte lassen sich auch manuell im Raum nach Bedarf und Geschmack verteilen. Ihre Wirkung ist phänomenal: Aus wissenschaftlichen Untersuchungen geht hervor, dass unser Gehirn Düfte (aber auch schlechte Gerüche) mit Erinnerungen verknüpft.

Ein Klassiker, den wir alle kennen, ist der Duft von Zimt: Da dieses Gewürz wenigstens hierzulande fast ausschließlich im Weihnachtsgebäck vorkommt, verbinden wir damit automatisch die Advents- und Weihnachtszeit. Ein eleganter Raumduft soll uns nicht erschlagen, wie das von einigen kopfschmerzerregenden Dufterfrischern bekannt ist, die sich manche Autofahrer in den Wagen hängen. Guter Raumduft verbreitet einen natürlichen, angenehmen und vor allem dezenten Duft, den wir meistens erst allmählich wahrnehmen. Zur Hochwertigkeit passt auch die Verpackung: Edle Raumdüfte kommen in schönen, vielfarbigen Flacons daher und sind daher auch optisch ein Eyecatcher, der zur Raumdeko beiträgt.

Raumduft

Einsatzbereiche von Raumduft

Die Einsatzbereiche von Raumduft sind vielfältig:

  • In sanitären Anlagen und Bädern soll er unangenehme Gerüche neutralisieren und/oder überdecken.
  • Im privaten Wohnbereich schafft er eine Wohlfühlatmosphäre.
  • In einem Firmengebäude fördert er die Arbeitsleistung.
  • In Geschäften, die professionelle Duftkonzepte umsetzen, versetzt er die Kundschaft in eine positive Kaufstimmung.

Wichtig ist es bei der Anwendung von Raumdüften, die richtige Menge einzusetzen. Der Duft muss schon wahrnehmbar sein, doch er soll sich nicht penetrant aufdrängen und auch nicht zu künstlich erscheinen. Als angenehm empfinden wir ihn nur dann, wenn er vollkommen natürlich wirkt. Diese Gesetzmäßigkeit hat nichts mit der Duftnote zu tun. Sie kann herb oder sinnlich sein, jeder Mensch hat einen individuellen Geschmack. Doch natürlich entfalten einzelne Duftnoten unterschiedliche Wirkungen. Erfrischender Raumduft mit Zitrusnoten vertreibt die Müdigkeit nach langen Arbeitstagen und verschafft uns neue Energien. Die eingesetzten Aromen sind Zitrone, Orange, Jasmin und Minze. Sinnlicher Raumduft kann eine knisternde Stimmung beim Candle-Light-Dinner erzeugen, doch er erhöht auch die Konzentrationsfähigkeit.

Sinnliche Aromen sind Zimt, Sandelholz und Kokosnuss. Neutralisierender Raumduft wirkt gegen schlechte und auch gegen sehr intensive Gerüche, wie sie aus der Küche kommen. Ein beliebtes Aroma ist hierfür Eukalyptus, das aber sehr genau dosiert werden muss. Zu viel Eukalyptus kann sogar Übelkeit hervorrufen. Beruhigender Raumduft schafft eine gemütliche Stimmung zum Feierabend. Passende Aromen hierfür sind Vanille und Lavendel, sie besänftigen das Nervensystem. Sogar als Einschlafhilfe sind sie nützlich.

Raumduft selbst herstellen

Wer mag, kann sich Raumduft auch selbst herstellen. Hierfür vermischen Sie ein ätherisches Öl (zum Beispiel Jasmin oder Lavendel) mit einem duftneutralen Pflanzenöl. Die Mischung kommt in eine Flasche, in diese stellen Sie einige Bambusstäbchen hinein. Diese ziehen die Duftessenz aus der Flasche und lassen sie im Raum verdampfen.

Gesundheitsfördernde Raumdüfte

Ein Raumduft kann je nach seiner Note auch eine gesundheitsfördernde Wirkung entfalten. Hier sind einige Beispiele:

  • Rosen: Der Duft von Rosen entspannt, vertreibt düstere Gedanken, belebt die Sinne, hilft bei Kopfschmerzen und fördert das fröhliche Gemüt. Er kann daher auch gegen Depressionen helfen.
  • Lavendel: Dieser Raumduft hat eine ausgleichende Wirkung, denn Lavendel ist ein pflanzliches Beruhigungsmittel. Als Duft hilft es gegen innere Unruhe, Angstzustände und Gereiztheit. Lavendel hellt auch die Stimmung auf und kann daher Depressionen lindern. Die beruhigende Wirkung erleichtert das Einschlafen und fördert das Durchschlafen.
  • Patchouli: Das ätherische Öl lindert Erkältungssymptome und lässt sich auch direkt inhalieren. Damit gelangt es in das Bronchialsystem und befreit die Atemwege. Zudem wirkt es antibakteriell und löst Schleim. Als Raumduft zeichnet es sich durch warme und orientalische Noten aus, die sogar aphrodisierend wirken.
  • Bergamotte: Dieser Duft wirkt angstlösend, er entspannt und hellt die Stimmung auf. Die Aromatherapie wendet ihn gern an.
  • Citronella: Alle Düfte aus Zitrusfrüchten (Zitronen, Orangen) wirken anregend und erfrischend, heben die Stimmung, erhöhen die Blutzirkulation, optimieren das Nervensystem und fördern sogar die Verdauung und Ausscheidung.
  • Jasmin: Ein Raumduft mit Jasmin lindert Ängste, fördert die Kreativität und baut Missstimmungen ab. Er beseitigt Blockaden und hilft gegen Minderwertigkeitskomplexe und Antriebslosigkeit.
  • Sandelholz: Auch dieser Raumduft beruhigt, befreit die Seele und lindert Zorn und Aggressionen. Dies basiert auf der Dämpfung der übermäßigen Produktion von Stresshormonen. Auch das Herz-Kreislauf-System gerät durch Sandelholz wieder ins Lot.

Können Raumdüfte auch gesundheitsschädlich sein?

Nur im Übermaß kann ein Raumduft bei empfindlichen Menschen Reizungen der Schleimhäute oder Kopfschmerzen hervorrufen. Dies betrifft synthetische und natürliche Duftöle gleichermaßen. Daher gilt es stets, das richtige Maß zu finden. Manchmal ist es nur ein einzelner Duft, auf den Sie allergisch reagieren. Verzichten Sie auf diesen in Zukunft.

Woraus ergeben sich die Preise einzelner Raumdüfte?

Die Preise hängen maßgeblich von der Darreichungsform (Diffuser, Aromalampe, Duftstäbchen oder -glas, Raumspray etc.), von der Menge der verwendeten Essenzen, von ihrer Art und grundsätzlich vom natürlichen oder synthetischen Ursprung ab. Es gilt: Synthetische Düfte lassen sich preiswerter herstellen als natürliche. Der Unterschied zwischen beiden Rohstoffen ist nicht unbedingt zu riechen, denn synthetische Parfumöle können ihre natürlichen Vorbilder perfekt imitieren. Das lohnt sich auch deshalb, weil der Prozess der Gewinnung von natürlichen Inhaltsstoffen sehr aufwendig ist. Allein die Menge der benötigten Rohstoffe für nur wenig natürliches Parfumöl macht dieses sehr teuer. Darüber hinaus muss das ätherische Öl auch extrahiert werden.

Verbraucher wünschen Raumduft aus natürlichen Stoffen, doch vollkommen natürlich kann dieser ohnehin nicht entstehen. Rosenöl riecht nach der Pressung aus Rosenblüten zunächst einmal nicht nach Rosen. Dieser Geruch wird wiederum durch eine physikalische und chemische Aufbereitung erreicht. Ihn gleich synthetisch herzustellen ist unaufwendiger und daher preiswerter. Synthetische Düfte gab es erstmals 1868, die Industrie hat also seither viel gelernt. Gesundheitsgefahren gehen von synthetischen Düften nicht aus. Wer beim Raumduft auf ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis achtet, sollte diesbezügliche Vorurteile also ablegen.